FB Psychologie / Neuropsychologiein der Frührehabilitation Phase B

Die Klinik am Tharandter Wald, im Speziellen die Abteilung Psychologie und Neuropsychologie, ist Kooperationspartner der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP e.V.). Als anerkannte Kooperationsklinik sind wir berechtigt, in allen Bereichen der Neuropsychologie diagnostisch und therapeutisch tätig zu sein.

Das Team der Abteilung Psychologie / Neuropsychologie besteht aus sechs (Neuro-) Psychologen, einer Musiktherapeutin, einer Therapeutin für kognitive Therapie, einer Betreuungstherapeutin und einer Orthoptistin.

Unsere Aufgabenbereiche und Ziele sind:


Diagnostik und Therapie folgender neuropsychologischer Funktionsbereiche

  • Einschätzung und Förderung der Wachheit und Vigilanz bei stark bewusstseinsbeeinträchtigten Patienten durch Basale Stimulation aller Sinnesbereiche durch Ansprache, Berührung, Atembegleitung, Singen, Bilder betrachten, Riechen, Betasten und Fühlen.  Dafür verwenden wir neben Therapiematerialien auch sehr gern dem Patienten Vertrautes wie persönliche Bilder und Gegenstände, Parfüms, Cremes oder Blumen sowie Musik.
  • Einschätzung und Förderung der Kommunikationsfähigkeiten in Kooperation mit den Logopäden der Klinik.
  • Einschätzung und Förderung der Aufmerksamkeitsprozesse und der Dauerbelastbarkeit der Patienten durch kognitive Übungen und gemeinsame Spiele.
  • Neuropsychologische Diagnostik und Therapie von Konzentration, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, visuell-konstruktiver Fähigkeiten sowie Demenzdiagnostik durch individuell orientierten Einsatz neuropsychologischer Testverfahren und Therapiematerialien.
  • Diagnostik und Therapie von Neglectphänomenen sowie von Sehstörungen wie Gesichtsfeldeinschränkungen und Doppelbildern. Hierbei steht uns unsere Orthoptistin unterstützend zur Seite.
  • Nach Erreichen einer ausreichenden körperlichen Belastbarkeit kann der Patient an der computergestützten neuropsychologischen Funktionstherapie (NFT), an der Orientierungs- oder Aufmerksamkeitsgruppe (Kognitive Therapie nach Stengel) teilnehmen.

Psychologische Begleitung

Themen der Psychologischen Begleitung sind die Verarbeitung des Krankheitsgeschehens, Besprechung der Therapiefortschritte und der Lebenssituation, Unterstützung bei depressiven und ängstlichen Reaktionen, Stärkung und Aktivierung von Ressourcen und Hilfe beim Aufbau einer neuen Lebensperspektive ggf. unter Integration bestehender Defizite und veränderter Lebensbedingungen. Mitunter benötigen Patienten bei Persönlichkeitsveränderungen Anleitung und Unterstützung und Förderung der Motivation und Kooperabilität.


Angehörigenbetreuung

Nicht nur die Patienten, auch die Angehörigen stehen vor der Herausforderung, sich den veränderten Lebensbedingungen anzupassen und in das neue Leben einfinden zu müssen. Sehr häufig bleiben Einschränkungen zurück, verlorene Lebensperspektiven innerhalb der Familie müssen betrauert und verarbeitet werden. Es besteht deshalb die Möglichkeit für Angehörige, psychologische Begleitung und Gespräche für diesen Prozess zu nutzen.
 
Im Rahmen der Angehörigenseminare aller sechs Wochen stellen sich ebenfalls die Abteilung der Psychologie und Neuropsychologie ausführlich vor. Das Verständnis der Angehörigen bezüglich der Erkrankung des Patienten und dessen neue Lebensaufgabe werden während des Seminars geschult und damit der Übergang in die Zeit nach dem Klinikaufenthalt optimal vorbereitet.

Ihr Kontakt zum Fachbereich Frührehabilitation Phase B / Weaning

Ines Kupko
Sekretariat Chefärzte

Telefon:     035 209 / 27-707
Fax:035 209 / 27-712
E-Mail:ca-sek@reha-hetzdorf.de